AG Köln, Urteil vom 31.05.2015, Aktenzeichen 213 C 116/14 in WM 2015, Seite 428

Gibt der Vermieter bei gemischt genutzten Gebäuden in der Jahresabrechnung für die Wasser- und Abwasserkosten nicht die jeweiligen Gesamtkosten an, sondern nur einen auf die Wohnungen entfallenden Anteil, ohne den bei den Gewerbeeinheiten vorgenommenen Vorwegabzug nachvollziehbar zu erläutern, ist die Abrechnung insoweit formell unwirksam. 

Bei gemischt genutzten Gebäuden hat der Vermieter hinsichtlich der Kostenposition “Grundsteuer“ in der Jahresabrechnung eine Kostentrennung zwischen Gewerbeeinheiten und Wohnungen vorzunehmen, wenn die Gewerbeeinheiten nicht nur einen geringfügigen Teil der Gesamtfläche ausmachen und die Mehrbelastung für den Wohnungsmieter pro qm-Fläche mehr als etwa 5-10 % beträgt. 

Relevante Paragraphen:
§ 556 BGB