OLG Köln (Urteil vom 15.03.2000 - 2 U 74/99 WuM 2000, 488),

VersorgungseinstellungDer Fernwärmelieferant ist nicht berechtigt wegen Zahlungsrückständen des Vermieters die Versorgung des Mieters einzustellen.Die Einzelheiten zur Versorgungsunterbrechung gegenüber dem Mieter sind umstritten. M. E. zeigt sich eine Tendenz zum Schutz der Mieter. Mit unterschiedlichen Begründungen (Besitzschutz, Vertrag mit Schutzwirkung für Dritte, § 33 Abs. 2 AVBFernwärmeV direkt oder analog, Treu und Glauben) wird es dem Contractor untersagt, die Versorgung des Mieters auch bei Zahlungsverzug des Vermieters einzustellen (vgl. neben AG Erfurt: AG Frankfurt/M., Beschluss vom 17.10.1997 - 33 C 344/97 WuM 1998, 42 für Wasser, LG Cottbus, Urteil vom 01.12.1999 - 1 S 404/99 NZM 2000, 1080 für Strom; wesentlich einschränkender LG Gera, Beschluss vom 14.04.1998 WuM 1998, 496 ff. für Gas, das für eine Weiterbelieferung auch den Ausgleich von Rückständen verlangt).Hinzuweisen ist in diesem Zusammenhang auf eine Entscheidung des OLG Köln (Urteil vom 15.03.2000 - 2 U 74/99 WuM 2000, 488), dass es einer Wohnungseigentümergemeinschaft untersagt hat, dem Mieter eines zahlungssäumigen Wohnungseigentümers die Versorgung mit Wasser und Heizung zu entziehen.