LG Stuttgart, Hinweisbeschluss vom 03.07.2017, Az. 5 S 116/17, WUM 2017, S. 589, 590

Wurden Anfangs- und Endbestand des Heizöls für einen Abrechnungszeitraum nicht ermittelt, ist es nicht zulässig, den Verbrauch auf der Grundlage der im Abrechnungszeitraum gelieferten Heizölmenge zu bestimmen. Eine Schätzung des Brennstoffverbrauchs durch das Gericht nach § 287 Abs. 2 ZPO auf der Grundlage der Verbräuche der letzten drei Jahre setzt voraus, dass die Ermittlung faktisch nicht möglich war. Die Schätzung des Brennstoffverbrauchs durch das Gericht nach § 287 Abs. 2 ZPO auf der Grundlage der Verbräuche der letzten drei Jahre kommt nicht in Betracht, wenn diese stark geschwankt haben oder aus anderen Gründen nicht plausibel oder substantiiert bestritten sind.

Relevante Paragraphen:
§§ 556 ff. BGB, § 287 Abs. 2 ZPO

3 - Pflicht zur prüffähigen, billigen und verbrauchsabhängigen Kostenverteilung