LG Ellwangen, Urteil vom 10.06.2016, Az.: 1 S 159/13, WUM 2016, S. 497 ff.

§ 7 I 3 Heizkostenverordnung nebst der VDI-Richtlinie 2077 (Beiblatt Rohrwärme) ist entgegen seinem Wortlaut auch dann anzuwenden, wenn ungedämmte Heizungsrohre in Estrich bzw. unter Putz verlaufen. Bei der Heizkostenabrechnung die gemäß § 7 I 3 HeizkV nach der VDI-Richtlinie 2077 (Beiblatt Rohrwärme) erfolgt, braucht der Vermieter den Anteil der Niedrigverbraucher, sowie die Standardabweichung nicht wiederzugeben. Der Vermieter muss auch nicht darlegen und erläutern, auf welche Weise er die für den Verbrauchsanteil der Wohnung anzusetzenden Werte im Einzelnen ermittelt hat. Der Mieter, der seine in einem zentral beheizten Hause liegende Wohnung mit einer strombetriebenen Infrarotheizung beheizt, muss gleichwohl die Heizkosten für seine Wohnung tragen, die nach der HeizkV ermittelt werden. Wird eine vermietete Eigentumswohnung verkauft, braucht der weiterhin in der Wohnung verbleibende Mieter die in Folge des Eigentumsübergangs anfallenden Kosten für eine Zwischenablesung und die Nutzerwechselgebühr nicht zu tragen. 

Relevante Paragraphen:
§ 7 I 3 HeizkV

4 - Verteilung der Kosten der Wärmeversorgung